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Streik: Tschechischer Rundfunk dünnt Programm aus

Archivbild.
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Jan Starzak / Wikimedia Commons - CC BY 2.0 - Originalbild - Ausschnitt

In Tschechien fallen am Dienstag zahlreiche aktuelle Sendungen im öffentlich-rechtlichen Radio und Fernsehen aus. Stattdessen laufen Wiederholungen. Beschäftigte protestieren mit einem eintägigen Streik gegen die geplante Abschaffung der Rundfunkgebühren. Zu der Aktion haben eine Mitarbeiterinitiative und die Gewerkschaften aufgerufen. Nachrichtensprecher trugen schwarze Anzüge und verlasen eine Streikerklärung.

Die Regierung von Andrej Babiš will die Sender künftig direkt aus dem Staatsbudget finanzieren. Der Gesetzesentwurf hat die erste Lesung im Abgeordnetenhaus passiert und sieht auch deutliche Kürzungen vor. Beschäftigte und Kritiker befürchten, dass die Politik dadurch leichter Einfluss auf die Berichterstattung nehmen könnte. Auch Studierendenorganisationen und Schauspielergewerkschaften beteiligen sich am Protest.

Babiš weist diese Befürchtungen zurück und verspricht, nicht in redaktionelle Arbeit oder Personalangelegenheiten einzugreifen. Als Ziel nennt er eine stabile, vorhersehbare Finanzierung. Mit dem Entwurf befasst sich nun der Medienausschuss. Opposition und Protestierende verlangen eine ausführliche Debatte über mögliche Änderungen.