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AMS muss 135 Millionen Euro nachzahlen

Archivbild: AMS-Gebäude in Oberwart mit Beschilderung und gläsernem Eingangsvordach.
Archivbild: AMS-Gebäude in Oberwart mit Beschilderung und gläsernem Eingangsvordach.
Thomas Ledl / Wikimedia Commons - CC BY-SA 4.0 - Originalbild - Ausschnitt

Das Arbeitsmarktservice muss rund 135 Millionen Euro für Nachzahlungen aus seinem eigenen Budget aufbringen. Ein Sonderbudget gibt es laut einem Bericht der „Kronen Zeitung“ nicht. Darüber berichten ORF und STANDARD. Betroffen sind etwa 250.000 Menschen, denen das AMS zu wenig Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe ausgezahlt hat.

Im Durchschnitt wurden pro Tag 1,10 Euro zu wenig überwiesen. Die Nachzahlung beträgt laut ORF durchschnittlich 400 Euro, im Höchstfall bis zu 2.500 Euro. Das AMS meldet sich bei den Betroffenen, sobald der jeweilige Einzelfall geprüft ist, heißt es aus dem Sozialministerium. Ziel ist, die Nachzahlungen möglichst noch heuer abzuschließen.

Die Fehlberechnungen erstreckten sich über 18 Jahre. Für die Ansprüche gilt allerdings eine Verjährungsfrist von drei Jahren. Seit dem 22. September 2026 ruhen diese Fristen: An diesem Tag ging das zugrunde liegende gerichtliche Erkenntnis beim AMS ein.